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Stress geschrieben in roter Schrift auf weißem Hintergrund man sieht den roten Stift der das Wort unterstreicht

Warum ist Langeweile wichtig?

Stress am Arbeitsplatz, die eigene Leistungserwartung, Beziehungsstress, Zukunftsängste, schreiende Kinder oder enge Parkhäuser - was uns Stress bereitet, ist sehr individuell. Genauso individuell ist das Ausmaß an Stress, das wir als tragbar empfinden. Überlege selbst: Bist du jemand, der ein wenig Druck braucht, um in Gang zu kommen oder lässt du dein Leben lieber langsam angehen?

Wann war dir das letzte Mal so richtig langweilig? Kannst du dich überhaupt daran erinnern? Falls nicht, solltest du demnächst mal eine halbe Stunde in deinem Kalender einplanen, in der du dich nur langweilst (oder zumindest einfach nichts tust). Der Gedanke mag dich vielleicht erstmal zum Schmunzeln bringen, gleichzeitig ist Langeweile und die damit einhergehende Entspannung total wichtig für dich, deinen Körper und dein Gehirn. Ohne dieses zwischenzeitliche Runterkommen und die damit einhergehende Regeneration fällt es uns schwer, Leistung zu erbringen. Wenn wir dauerhaft gestresst sind, schlägt das nicht nur auf unsere Psyche, sondern kann auch gesundheitliche Folgen haben. 

© Pexels.com / Karolina Grabowska

Ist Stress gut oder schlecht? 

Ausgehend von diesem Fakt könnten wir annehmen, dass Stress ausschließlich etwas Schlechtes ist und möglichst nicht Teil unseres Lebens sein sollte. Gleichzeitig ist auch ein Leben in gähnender Langeweile nicht die Lösung: Wenn unser Alltag von zu viel Langeweile geprägt ist, kann sich ein Gefühl der Unterforderung in uns breit machen, was uns auf Dauer unzufrieden macht. Vielleicht kennst du dieses Gefühl, wenn du ein ganzes Wochenende lang nichts tust, außer im Bett zu entspannen und dann nach fünf Stunden Netflix ein Kribbeln nach Tatendrang verspürst. Der Wunsch nach neuen Reizen und Inspiration steckt in uns und kann durch Langeweile nicht erfüllt werden. Halten wir also fest: Stress ist gut und schlecht, es kommt auf die Dosis an – und natürlich darauf, was für ein Typ Mensch du bist. 

Eustress – anspornender, „positiver Stress“

Eustress bezeichnet die Dosis an Stress, die wir als hilfreich oder förderlich empfinden. Wenn wir viel zu erledigen haben oder uns die Schwierigkeit einer Aufgabe verstärkt beansprucht, empfinden wir Stress. Dieser (Eu-)Stress fordert uns, wir fühlen uns der Herausforderung gewachsen und sind bereit, diese in Angriff zu nehmen. Dass wir in dieser Phase gestresst sind, hilft uns, bessere Leistungen zu erbringen und die Herausforderung erfolgreich zu meistern. Wir befinden uns so gesehen am Optimum unserer Leistungskurve, denn wir tun etwas, wir sind erfolgreich damit und wir tun es gerne. Vielleicht konntest du so eine Situation schon mal bei dir selbst beobachten, zum Beispiel bei der Vorbereitung für eine Prüfung oder einen Wettkampf, die/der dir persönlich sehr wichtig war und Freude bereitet hat. 

Distress – überfordernder, schädlicher Stress

Problematisch wird es dann, wenn die Phase des Stresserlebens zu lange anhält oder wir merken, dass wir der Herausforderung nicht gewachsen sind. Dann steigt unser Stressempfinden, wir fühlen uns überfordert und nehmen die Aufgabe als etwas Unangenehmes wahr, das wir ungern tun bzw. vermeiden möchten. Diese Art von Stress nennen wir Distress. Unsere Leistungskurve sinkt und wir fühlen uns schlecht. Selbstzweifel machen sich breit und auch physische Signale wie zum Beispiel Kopfschmerzen können auftreten. Und das ist nicht alles. 

Welche Anzeichen bei Stress?

Die Folgen von langfristigem, hohem Stress können sehr dramatisch werden. Angefangen bei Magen-Darm-Beschwerden, häufig wiederkehrenden Erkältungen bis hin zu lebensbedrohlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen reichen die Symptome von dauerhaftem Stressempfinden. Der Körper ist in ständiger Erregung und versucht zu signalisieren, dass er nicht mehr kann. Häufig wird der Zusammenhang zwischen dem mentalen Stress und den körperlichen Symptomen zu spät oder gar nicht erkannt, sodass Betroffene bis zum nervlichen Zusammenbruch keine Veränderung ihrer Situation vornehmen. In der Podcastfolge „Zusammenbruch: Ich habe übertrieben” erzählt Lars Hartenstein dir, wie er einen solchen Zusammenbruch erlebt hat und noch viel wichtiger, wie er damit umgegangen ist.  

Klar ist: Die pausenlose Aktivierung des Körpers ist das, was uns krank macht und aus dem Grund sind – wie zu Beginn erwähnt – Phasen der Entspannung und Langeweile besonders wichtig für uns, damit wir uns erholen und neue Energie tanken können.

Mit Stress umgehen

Was können wir also tun, um Stress zu begegnen? Wir haben die unterschiedlichen Arten von Stress kennengelernt. Wissen, dass uns Eustress gut tut und wichtig für unsere Leistungserbringung ist. Distress hingegen lässt uns überfordert fühlen und kann langfristig schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Daher achte stets auf dich: Wenn du dich vor einer Herausforderung befindest, dann frage dich: Wie fühle ich mich mit der Situation? Wie ist mein Stresslevel? Stell dir vielleicht auch die Grafik vor und überlege, wo du dich gerade befindest. Wie kann ich mit dieser Herausforderung weiter umgehen, damit ich mich dabei noch wohlfühlen kann?

Was hilft sofort gegen Stress? Übungen zum Stressabbau

Wenn du dich gerade mächtig gestresst fühlst, kann unsere Übung „Anspannung entschärfen“ dir helfen, sofort deinen Stresskreislauf zu unterbrechen:

Da langfristiger Stressabbau mehr als eine Übung braucht, haben wir eine ganze YouTube Playlist zum Thema Anspannung mit vielen Übungen zum Thema Anspannung lösen.

Hast du Lust auf eine kleine Gedankenreise? Dann hör doch mal hier rein: 

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Und wenn du im Anschluss unseren 10-wöchigen Onlinekurs „Umgang mit Stress“ machen möchtest, erstattet dir deine gesetzliche Krankenkasse sogar die Kursgebühren dafür (das geht auch ohne den Stresstest vorab - dieser ist keine Voraussetzung für die Teilnahme am Kurs oder die Erstattung der Gebühren).

Download: Transkript

Wenn dir Lesen leichter fällt als Hören,
kannst du hier das Transkript der Folge runterladen.

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