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Kündigen ohne Sicherheit

Irgendetwas stimmt gerade nicht. Irgendwie bin ich nicht glücklich in meinem Job. Das Gefühl kennen viele von uns und so ging es auch Wojtek Gorecki. Doch was tun? Einfach so kündigen? Einen neuen Job suchen und hoffen, dass es dort besser wird? Oder vielleicht doch den Schritt in die Selbstständigkeit wagen? Fragen über Fragen, auf die es leider nicht die eine universelle Antwort gibt. Andere Geschichten zu hören kann helfen, um für Lösungsansätze offen zu werden und sorgt vielleicht auch für das beruhigende Gefühl, nicht alleine mit dem Thema zu sein. In dieser Folge „Die Aufwärtsspirale“ spricht Diana mit dem Software- und Organisationsentwickler Wojtek Gorecki über die Phasen, die zu seiner Selbstständigkeit geführt haben. So viel sei gesagt: Leicht ist der Weg nicht. Fangen wir wie immer ganz von vorne an:

Wann ist der richtige Zeitpunkt zu kündigen?

Wojtek beschreibt es als längeren Prozess. Er bemerkte selbst, dass seine Unzufriedenheit über seine berufliche Situation stetig wuchs, was sich dann auch in seinem sozialen Umfeld spiegelte. Im Interview sagt er, dass seine Frau regelrecht genervt davon war, wie viel er in der Phase über seinen Job klagte. Die fortwährende Beschäftigung mit dem Thema führte im Endeffekt zu einem prägenden Moment mit einem guten Freund. Dieser besuchte Wojtek während seiner Elternzeit und sie unterhielten sich auch über die Arbeit. Er erzählt, dass es in diesem Gespräch einen Schlüsselsatz gab, einen Moment, in dem ihm klar wurde, dass er kündigen werde. Es gibt wohl nicht den einen richtigen Moment, kein Schema und keine Blaupause, welche es einfacher macht, einen solchen Entschluss zu fassen. Für Wojtek ist das Urvertrauen darauf, dass sich eine Lösung ergeben wird entscheidend und dann gilt es offen für den Moment zu sein und ihn bewusst wahrzunehmen, wenn es so weit ist.

Was war positiv an der Entscheidung zu kündigen?

Der positivste Effekt war, laut Wojtek, dass die Unsicherheit ein Ende hatte. Natürlich kam nun eine Phase, in der vieles nicht mehr sicher war. Gleichzeitig gehörte die Unsicherheit – er beschreibt es als Hadern – wie es weitergehen soll, der Vergangenheit an. Kündigen oder nicht kündigen? Selbstständig sein, oder nicht? Dieses Gedankenkarussell stoppte in dem Moment, in dem er sich entschied zu kündigen. Auch wenn darauf eine sehr anstrengende Phase folgte, beschreibt er den Entschluss als Erleichterung. Die ewige Frage und gedankliche Beschäftigung damit, ob wir kündigen sollen oder nicht, kann sehr viel Energieressourcen beanspruchen. Einen Entschluss zu fassen, kann deswegen die reservierte Energie für andere Gedanken und Projekte freisetzen.

Wie geht es weiter nach der Kündigung?

Wojtek kündigte seinen Job als Softwareentwickler, ohne einen genauen Plan zu haben. Heute arbeitet er als Organisationsentwickler, unterstützt also Unternehmen darin, Veränderungsprozesse zu initiieren, gestalten und umzusetzen. Das Interview zeigt, dass Wojtek diesen Weg gegangen ist, weil er mutig beziehungsweise neugierig war und sich seine Stärken bewusst machen konnte. Bereits in der Agentur, in der arbeitete, sah er eine fehlende Struktur und erzählt von einem chaotischen Zustand, welcher das Weiterkommen der Agentur blockierte. Anstatt den Status Quo so zu belassen, nahm sich Wojtek der Aufgabe an, Veränderungsprozesse in die Agentur auf den Weg zu bringen. Erst im Nachhinein wurde ihm klar, dass er damit bereits erste Erfahrungen als Organisationsentwicklers gemacht hatte und damit seinen eigenen Veränderungsprozess angestoßen hatte. Seine Neugierde ließ ihn über den Tellerrand schauen und sein Talent für Strukturen zu etablieren nutzte er, um Organisationsentwickler zu werden. Hier wird besonders deutlich wie wichtig es ist, seine eigenen Stärken zu kennen, um etwas verändern zu können. Es ist ein viel gesagter Begriff und auch hier trifft er zu: Achtsamkeit. Sich Dinge bewusst machen –sie zu erkennen, wie sie sind– und sich unserer selbst bewusst sein oder werden ist eine wichtige Basis, damit wir Veränderung schaffen können. Bei Wojtek kam „die Veränderung” als er sich seiner Stärken bewusst wurde und danach handelte. Gleichzeitig war es ihm auch wichtig zu betonen, dass so ein Prozess für jede:n anders aussieht und er sich mit seinem gefragten Beruf als Softwareentwickler in einer privilegierten Ausgangsposition befand. Hast du Lust zu erfahren, wie die Geschichte weiterging?

Hör rein in „Die Aufwärtsspirale” – hier auf Spotify:

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