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Anspannung lösen mit Skills Training

Anspannung ist unser täglicher Begleiter. In verschiedenen Situationen erleben wir Anspannung. Sei es bei der Arbeit, wo Arbeitskolleg:innen nerven oder im Privaten, wenn wir uns über eine:n Freund:in geärgert haben. Auslöser gibt es einige und wir reagieren ganz individuell darauf. Ich habe mich gefragt, wann die Anspannung zu einem Problem wird und wie wir Anspannung loswerden können. Darum hat Diana den psychologischen Psychotherapeuten Martin Widemann erneut eingeladen, um dem Ganzen auf den Grund zu gehen.

„Wenn wir angespannt sind, brauchen wir ein Ventil. Dinge, die unsere Sinnesorgane stark aktivieren, die sensorisch einen bestimmten Impact haben.“

In den meisten Situationen wissen wir intuitiv mit der Anspannung umzugehen und der Ausgleich passiert unbewusst. Nehmen wir die Situationen mit dem Arbeitskollegen, der mal wieder etwas von dir will: Du regst dich innerlich kurz auf, atmest tief durch und machst mit dem Tagesgeschäft weiter. In diesem Fall ist die bewusste Atmung dein Ventil. Was passiert aber, wenn du dieses Ventil noch nicht gefunden hast? Die Anspannung wird größer und kann sogar zu einem Kontrollverlust führen.


„Anspannung entsteht im Körper, ähnlich wie Angst, durch ein Bedrohungserleben. Anspannung ist immer eine Abwehrreaktion – eine Bereitstellung unseres Körpers, sich auf eine potenziell bedrohliche Situation einzustellen, durch Flucht oder Angriff.“

Je nachdem wie hoch das Bedrohungserleben von dir empfunden wird, gestaltet sich deine körperliche Reaktion. Entweder gehst du in den Angriff oder du ziehst dich aus der Situation zurück. Der Angriff kann sich gegen andere und auch gegen dich richten. In beiden Fällen verlierst du wahrscheinlich ein Stück weit die bewusste Handlungsfähigkeit. Und genau da setzt das sogenannte Skills Training an. Es soll dir helfen, den „point of no return“ nicht zu überschreiten.

„Wichtig beim Skills Training ist es, die Sinnesorgane einzubeziehen.“

Skills sind Fähigkeiten, die dir helfen, dich aus der Situation zu holen und nicht tiefer in die Emotion rein zu gehen. Ein klassischer und damit auch der wohl bekannteste Skill ist der Igelball. In einer stressigen Situation nimmst du den Ball in die Hand, die Stacheln senden dabei sensorische Signale an das Gehirn, welche helfen das Nervensystem schneller zu beruhigen. Außerdem empfiehlt Widemann, einfach mal wieder laut ins Kissen zu schreien. Es sei ein guter Skill, ein gutes Ventil, um dem innerlichen Druck freien Lauf zu lassen.

„Grundlage für jede Skills Anwendung oder jedes Skills Training ist eine innere Bereitschaft, es auszuprobieren.“


Nicht jedes Ventil, also nicht jeder Skill, ist für alle Menschen gleich gut geeignet. Daher solltest du für dich herausfinden, welcher Skill in welcher Situation für dich am besten funktioniert. Da manche Skills auch mit Scham behaftet sind, schließlich traut sich nicht jeder einfach mal zu schreien, helfen Gruppenleiter wie Martin Widemann beim Skills Training die Scham zu verlieren und deine ganz eigenen individuellen Ventile zu finden.

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